Lindau
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Tamara Freudelsperger und Dennis Suna haben mittlerweile eine neue Bleibe gefunden

31.07.2017

Freuen sich über die Hilfe von Weißem Ring und IPA (von links): IPA-Verbindungsstellenleiter Bernd Vaupel, Tamara Freudelsperger, Dennis Suna, Hermann Jehnes und Horst Zimmermann vom Weißen Ring Lindau. Foto: IPA-Lindau

 

Als sie aus dem Urlaub zurück kamen, waren all ihre Habseligkeiten verbrannt: Tamara Freudelsperger und Dennis Suna haben im alten Bahnwärterhäuschen in Zech gewohnt. Als das Haus Anfang März fast völlig ausbrannte, waren sie auf Reisen in Neuseeland. Der Lindauer Weiße Ring hat die beiden nun unterstützt und ihnen laut Pressemitteilung eine Opferentschädigung gezahlt. Damit sich das junge Paar wieder einen neuen Hausstand zulegen kann.

„Anfangs war es natürlich ein Schock und sehr surreal“, schrieb Dennis Suna der LZ noch von Neuseeland aus. Erst nach und nach sei seiner Freundin und ihm bewusst geworden, welch ein Ausmaß die ganze Sache angenommen hatte und was sie alles verloren hatten. Und zwar fast alles, was sich in ihrer Einliegerwohnung in Zech befunden hatte: Couch, Tisch, Fernseher – auch die komplette Küche wurde von den Flammen zerstört. „Aus den Trümmern retten konnten die Beamten aber Gott sei Dank Maras Konzertgitarre mit einem großen emotionalen Wert“, schrieb Suna.

Seit Ende Mai ist das junge Paar wieder zurück in Lindau – und hat laut Mitteilung bereits eine vorübergehende Unterkunft gefunden. Bernd Vaupel, Verbindungsstellenleiter der „International Police Association“ (IPA) Lindau, stellte schließlich den Kontakt zu Hermann Jehnes her, der die Lindauer Außenstelle des Weißen Rings leitet. „Nun konnte Hermann Jehnes die freudige Mitteilung machen, dass die beiden Brandgeschädigten eine stolze Summe als Opferentschädigung vom Weißen Ring bekommen haben, damit sie sich wieder einen kleinen Hausstand, neue Bekleidung und persönliche Gegenstände kaufen können“, schreibt Vaupel. Auch die IPA-Verbindungsstelle Lindau habe eine kleine Summe dazu beigesteuert.

Was genau im alten Bahnwärterhäuschen passiert ist, ist noch immer unklar. In der Nacht zum 9. März hatte es dort angefangen zu brennen. Die Rettungskräfte fanden in dem Haus einen 76-jährigen Rentner, der bereits vor dem Brand getötet worden war. Die Spur führte die Ermittler ins Bettlermilieu. Seit April sitzt ein 36-jähriger Mann in Haft, der laut Polizei zu einer rumänischen Bettlerbande gehört.

Laut Informationen der Lindauer Zeitung gibt es mittlerweile einen weiteren Tatverdächtigen, der ebenfalls in Haft sitzt (die LZ berichtete). Ob der Brand mutwillig gelegt wurde, ist noch Gegenstand der Ermittlungen.

Quelle: Lindacher Zeitung: Autorin Julia Baumann